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      Internetassoziierte Gesundheitsängste in der hausärztlichen Versorgung – Ergebnisse einer Befragung unter Allgemeinmedizinern und hausärztlich tätigen Internisten in Hessen

      1 , 1

      DMW - Deutsche Medizinische Wochenschrift

      Georg Thieme Verlag KG

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          Zusammenfassung

          Hintergrund Gelegentlich kann es vorkommen, dass ausgedehnte Internetrecherchen bei Patienten Gesundheitsängste auslösen, die sich langfristig verfestigen. Der Umgang mit einer solchen „Cyberchondrie“ stellt eine besondere Herausforderung für den Arzt dar. Die Studie beleuchtet hausärztliche Einstellungen und Erfahrungen mit Blick auf Patienten, die vermehrt im Internet nach Symptomen, Krankheitsverläufen oder Therapien suchen. Ein Schwerpunkt gilt Personen, die aufgrund von vorangegangenen Internetkonsultationen Gesundheitsängste entwickeln. Es wird eruiert, welche Vorgehensweisen sinnvoll erscheinen, um angemessen auf verunsicherte Patienten zu reagieren.

          Methoden Im Rahmen einer schriftlichen Befragung wurden zwischen dem 20. April und 20. Juni 2018 insgesamt 844 Allgemeinmediziner und hausärztlich tätige Internisten in Südhessen und zusätzlich in den Landkreisen Gießen, Marburg-Biedenkopf, Kassel und der kreisfreien Stadt Kassel befragt.

          Ergebnisse Zwei Drittel der Befragten gehen davon aus, dass 15 % oder mehr der eigenen Patienten sie mit Ergebnissen eigener Internetrecherchen konfrontieren. 73 % sehen das Aufkommen von internetassoziierten Gesundheitsängsten als zunehmendes Problem in der Patientenversorgung. Es werden vor allem negative Auswirkungen der Online-Selbstinformation gesehen (psychische Stabilität, Erwartungen gegenüber dem Arzt). Jeder 5. Arzt (18 %) hat bereits den Abbruch eines Betreuungsverhältnisses aufgrund ausgeuferter Internetrecherchen des Patienten erlebt. Um auf verunsicherte oder verängstigte Patienten zu reagieren, bauen die Befragten auf eine ausführliche Erläuterung der Diagnose und/oder Therapie und empfehlen Internetseiten, die sie als seriös erachten.

          Schlussfolgerung Es erscheint ratsam, die Online-Informationssuche aktiv im Patientengespräch zu thematisieren, um möglichen negativen Auswirkungen auf das Arzt-Patient-Verhältnis vorzubeugen. Entsprechend wäre darüber nachzudenken, die Anamnese um die Dimension der Online-Informationssuche zu erweitern.

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          Author and article information

          Journal
          DMW - Deutsche Medizinische Wochenschrift
          Dtsch med Wochenschr
          Georg Thieme Verlag KG
          0012-0472
          1439-4413
          August 15 2019
          August 2019
          March 01 2019
          August 2019
          : 144
          : 16
          : e102-e108
          Affiliations
          [1 ]Zentrum für Allgemeinmedizin und Geriatrie, Universitätsmedizin Mainz
          Article
          10.1055/a-0842-8285
          © 2019

          https://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/4.0/

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